Laser Radar |
von Guido Ziese |
|
"Bei Nacht und Nebel" hieß die Titelgeschichte im ROTORBLATT 1/96. Mit dem HeliRadar sollte die Nacht zum Tage, der Nebel zum schönsten Wetter werden. Das komplizierte System, das höchste Rechenleistungen sowie rotierende Antennen verlangt, hatten der Erfinder und die Entwickler - oder besser die Macher bei Eurocopter - in den Griff bekommen. Eine bahnbrechende Erfindung, die für den Innovationspreis des Bundespräsidenten vorgeschlagen war, jedoch das Endziel unter fünf weiteren Bewerbern in Berlin nur knapp verfehlte. Der "künstliche Sichtflug" war erfunden, indes der Weg zum allwetterfähigen Hubschrauber scheint noch lang - nicht nur, weil der Begriff Sichtflug und damit die Regeln und Vorschriften neu definiert werden müßten. Orten von HindernissenEinen anderen Weg zur Verbesserung der Sicherheit im Hubschrauberflugbetrieb beschritt das Unternehmen Dornier aus Friedrichshafen. Zwar arbeiten beide Unternehmen unter dem gemeinsamen Dach der DASA, doch Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Äpfel kann man nicht mit Birnen vergleichen. Es sind tatsächlich zwei sehr unterschiedliche Ansätze, jedoch mit einem gemeinsamen Ziel: die Einsatzfähigkeit des Hubschraubers zu verbessern. Der Ansatz von Dornier: Wenn wir die Sicherheit verbessern, verbessern wir auch die Einsatzfähigkeit. Etwa 80% der Hubschrauberunfälle mit Hindernisberührung passieren bei gutem Wetter. Diesem Phänomen war Rechnung zu tragen. In Bodennähe sind Helikopter durch Hindernisse gefährdet, insbesonders durch Kabel, Türme, Masten Ein aktives System, das rechtzeitig vor Hindernissen warnt, wäre eine Lösung! Laser-Radar Systeme, so Projektleiter Dr. Karl Schulz von Dornier ermöglichen die sichere Erkennung und Ortung derjenigen Hindernisse, die für Helikopter so bedrohlich und schwer erkennbar sind. HELLAS |
||
|
||
|
Erzeugt werden diese Entfernungsbilder mit einem abbildenden Laser-Radar
(Ladar). In einem nachgeschalteten Prozessor werden diese Entfernungsbilddaten
verarbeitet bzw. ausgewertet. Diese Hinderniswarninformation wird dann
dem Piloten auf einem Display angezeigt. Die einfachste Präsentation
ist eine farbkodierte Darstellung der Echtzeitentfernungsbilder. Leitungs-
und mastähnliche Objekte heben sich vom Hintergrund ab. |
||
|
||
|
|
||
|
|
||
| zum Seitenanfang |
|
Last updated 2002-08-04 , webmaster |
![]() |